*Dies Irae, Dies Illa!* oder *Tage des Zorns*
Wir schreiben den 07.01.01 n.Z. (nach unserer Zeitrechnung), den ersten Sonntag nach Weltuntergang also. „Dies Irae, Dies Illa!“ führt den Zuschauer an den Jüngsten Gerichtshof, wo er als Geschworener hautnah einen Schauprozess miterlebt, den die Welt und auch die Nachwelt noch nicht gesehen hat. Unter Vorsitz des ehrenwerten Richters Avernus I. Mori, des Todes höchstselbst, soll das Urteil über den Schuldigen am vorschnellen Weltuntergang gefällt werden. Auf der Anklagebank nicht etwa Nero, Hitler oder Bin Laden, sondern GOTT. Während eines Sonnenumlaufs, ganz nach Aristotelischem Vorbild, kämpfen die Anwältin Sandra, Comtesse de Stiny und der Staatsanwalt Professor Doktor Duncan Feight hartnäckig um jede Aussage der 7 Zeugen aus den Bereichen Religion, Wissenschaft, Politik, Kultur, Wirtschaft, Militär und Soziales, um die Geschworenen für ihre Seite zu gewinnen. Unter anderem geben sich Galileo Galilei, Karl Marx und George W. Bush die Ehre und ihre Aussage zu Gunsten oder zu Ungunsten des Angeklagten zu Protokoll. Doch hat das Schicksal oder besser das Verhängnis den Ausgang der Verhandlung nicht bereits im Voraus entschieden?
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