Gamuret hat geschrieben:Die Presse bejubelt die modernen "Musiktheaterregiseure", aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Herr Konwitschny hat einmal sinngemäß gesagt, wenn am Ende einer von ihm inszenierten Oper nicht gebuht wird, hätte er das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Für mich ist das nichts anderes als die Arroganz ein völlig überbezahlten Mannes.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Beitrag noch aktiv ist, aber die Frage, welche hier diskutiert wird, ist ja eine zeitlose.
Ich möchte gern erwähnen, dass ich einige der Inszenierungen des Herrn Konwitschny sehr sehr gut und überzeugend fand, hervorgehoben die "Lohengrin" Inszenierung in Hamburg! Ich habe zum ersten Mal in die Oper gehen könne, ohne mir das gesamte Libretto voher durchlesen zu müssen, und Wagner ist weiß Gott nicht kurzgefasst, und hatte auch noch Spass und konnte mich auf die Musik konzentrieren, da ich alles, was auf der Bühne ablief, ohne großartiges Vorwissen anhand der Handlung nachvollziehen konnte.
Zur Erklärung noch eine Anmerkung. Ich selbst habe hohe Ansprüche an die Oper, aber diese betreffen mehr die Musik. Ich freue mich immer über jede gute Neuinszenierung, die den Versuch wert war. Es gibt massenhaft schlechte, davon ganz zu Schweigen, aber Herr Konwitschny ist nicht zu verachten. Je nach Anspruch, den man erhebt, wenn man in eine Oper geht.
Sandra Wolf (31)
Diplom-Opernsängerin