Schlingensief und die Wirkung

und in deutschsprachigen Städten

Schlingensief und die Wirkung

Beitragvon Frank Sch. am 16. September 2004, 00:36

Ich Frage mich, ob die Debatte, die nach der Inszenierung von C. Schlingensief in Bayreuth um die Inszenierungspraxis an deutschen Opernbühnen begonnen hat, wieder abebben wird, oder ob es so etwas demnächst öfter zu sehen geben wird...

Ich hoffe, jemand traut sich, dazu Stellung zu nehmen, denn man kann sich da ja leicht die Finger verbrennen...das Operngeschäft ist ja ein Pfuhl voller Vipern, Hyänen und Geiern, oder nicht?

In freudiger Erwartung:

Frank
Frank Sch.
 

Re: Schlingensief und die Wirkung

Beitragvon Fred am 20. September 2004, 17:07

Frank Sch. hat geschrieben:Ich hoffe, jemand traut sich, dazu Stellung zu nehmen, denn man kann sich da ja leicht die Finger verbrennen...das Operngeschäft ist ja ein Pfuhl voller Vipern, Hyänen und Geiern, oder nicht?


:shock: :shock: :shock:
Ich gehe eigentlich davon aus, dass ich als Publikum in einem Internetforum meine Meinung schreiben darf.

Oder lassen die mich dann nicht mehr rein?
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Fred
 
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Re: Schlingensief und die Wirkung

Beitragvon Fred am 20. September 2004, 17:44

Frank Sch. hat geschrieben:Ich Frage mich, ob die Debatte, die nach der Inszenierung von C. Schlingensief in Bayreuth um die Inszenierungspraxis an deutschen Opernbühnen begonnen hat, wieder abebben wird, oder ob es so etwas demnächst öfter zu sehen geben wird...


Regisseure, die Theaterwerke gern verändern oder gar "brechen", weil sie meinen, dass das Bühnenwerk ohne ihr Zutun unvollkommen sei, gibt es schon einige Zeit.

Mir scheint, als gehe es diesen Bearbeitern, Umdichtern und Verstümmlern weniger um das Publikum sondern mehr um die eigene Person und deren Präsenz in den Medien.

Ich gehe davon aus, das diese Inszenierungspraxis in den nächsten Jahren zunehmen wird. Da die Presse ein Teil dieser Inszenierungspraxis ist, glaube ich nicht, dass die Presse das auf Dauer großartig kritisieren wird.

Fred
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Beitragvon Gamuret am 23. März 2005, 16:00

Die Presse bejubelt die modernen "Musiktheaterregiseure", aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Herr Konwitschny hat einmal sinngemäß gesagt, wenn am Ende einer von ihm inszenierten Oper nicht gebuht wird, hätte er das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Für mich ist das nichts anderes als die Arroganz ein völlig überbezahlten Mannes.
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Die beiden Artistinnen

Beitragvon Katharina am 18. Oktober 2005, 08:52

Liebe Forenbesucher.
Ich bitte euch um ein kleines Brainstorming! Bitte werft alle Ideen in die Runde, die euch zu einer Inszenierung dieser Szene in den Kopf kommen.

Die beiden Artistinnen (Reinhard Lettau)

Ich habe zwei Artistinnen eingeladen, sagt der Hausherr, zwei...
zwei Schwestern.
Diese stehen beide bei der Tür, der Hausherr winkt ihnen.
Nun treten Sie ein, ruft er, wir warten schon.
Die beiden Schwestern treten ein mit...
Wo denn? Fragen die Schwestern.
Endlich stehen sie, seitlich zueinander... eingeknickt...
zwei Ellbogen in Kopfhöhe... Quellaugen.
Na los.
Das Auge geht zur Schwester, Kopf bleibt.
Du erst.
Zier dich nicht.
Nein du... Dann...

Bitte nicht abschrecken lassen, und sämtliche Ideen unbewertet einfließen lassen.

Vielen Dank
Katharina
 

Einschub

Beitragvon S. Wolf am 15. November 2005, 18:23

Gamuret hat geschrieben:Die Presse bejubelt die modernen "Musiktheaterregiseure", aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Herr Konwitschny hat einmal sinngemäß gesagt, wenn am Ende einer von ihm inszenierten Oper nicht gebuht wird, hätte er das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Für mich ist das nichts anderes als die Arroganz ein völlig überbezahlten Mannes.


Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Beitrag noch aktiv ist, aber die Frage, welche hier diskutiert wird, ist ja eine zeitlose.
Ich möchte gern erwähnen, dass ich einige der Inszenierungen des Herrn Konwitschny sehr sehr gut und überzeugend fand, hervorgehoben die "Lohengrin" Inszenierung in Hamburg! Ich habe zum ersten Mal in die Oper gehen könne, ohne mir das gesamte Libretto voher durchlesen zu müssen, und Wagner ist weiß Gott nicht kurzgefasst, und hatte auch noch Spass und konnte mich auf die Musik konzentrieren, da ich alles, was auf der Bühne ablief, ohne großartiges Vorwissen anhand der Handlung nachvollziehen konnte.
Zur Erklärung noch eine Anmerkung. Ich selbst habe hohe Ansprüche an die Oper, aber diese betreffen mehr die Musik. Ich freue mich immer über jede gute Neuinszenierung, die den Versuch wert war. Es gibt massenhaft schlechte, davon ganz zu Schweigen, aber Herr Konwitschny ist nicht zu verachten. Je nach Anspruch, den man erhebt, wenn man in eine Oper geht.

Sandra Wolf (31)
Diplom-Opernsängerin
S. Wolf
 


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