Das ist unerschiedlich. Man bekommt einen Anteil an den Einnahmen der einzelnen Theater. Es gibt einen recht komplizierte Richtline, die der deutsche Bühnenverein erstellt hat. Die meisten Bühnen richten sich danach. Demnach wird an den Verlag gezahlt, je nach Vereinbarung:
- ich glaube 18% der Einnahmen. Wieviel davon an den Autoren gehen hängt von dessen Vertragsverhältnis ab
- es gibt auch eine Platzpauschale, d.h. pro verkauftem Platz wird eine Summe bezahlt. Wie hoch die ist weiß ich nicht mehr.
- für kleine Bühnen (unter 100 Plätzen) ist auch eine Pauschale von meist hundert Euro pro Aufführung an den Verlag möglich.
Das alles ist aus dem Kopf. Ich weiß nicht mehr, ob es so genau stimmt. Aber diese Richtlinie ist nicht bindend. Da die meisten Verlage (fast Alle) jedoch mit dem deutschen Bühnenverein zusammenarbeiten, richten sich die meisten danach.
Wieviel Prozent von diesen Einnahmen an den Autoren gehen, hängt vom Verlag ab. Auch hier gibt es aber Richtlinien. Man sieht, viel verdient man nicht unbedingt damit. Lohnen tut sich das nur, wenn das Stück oft gespielt wird. Bessere Chancen haben da Kinder- und Jugenstücke sowie Boulevard-Komödien. Mit denen kann man richtig gut verdienen. Die Kunst lebt mehr vom Idealismus-Bonus.
Aber, wie gesagt, diese Richtlinien sind nicht bindend. Wenn ein Autor zum Beispiel mit einem Theater oder einer Theatergruppe einen Vertrag selbst verhandelt, hat er alle Freiheit bei der Auswahl seines Angebotes. Es sollte nur realistisch und für das Theater, bzw. die Gruppe umsetzbar sein. Anspruch auf Tantieme hat jeder Autor, sobald er ein Stück geschrieben hat. Der Verlag verwaltet nur seine Rechte und die ganzen Geschäftsabwicklungen für ihn und macht natürlich Werbung für ihn. Der Autor kann es im Prinzip auch im Eigenverlag versuchen. Das mache ich zur Zeit unter
http://www.lukasjanreinhard.de. Aber eigentlich läuft es in diesem Fall hauptsächlich über direkte Kontakte zu Regisseuren oder Theaterleitern. Eine Internetseite allein bringt nicht viel bzw. gar nichts.